Schon sehr früh in der Geschichte der Lautsprecher wurde entdeckt, dass zusätzliche Treiber, die jeweils für einen Teil des Frequenzbereichs zuständig sind, einen besseren Klang erzeugen als ein einzelnes Lautsprecherchassis. Die 2-Wege-Treiberkonfiguration wurde zum De-facto-Standard: Ein kleiner, schneller Hochtöner übernimmt die höchsten Frequenzen, während ein größerer Tieftöner für Mittelton und Bass zuständig ist. Später stellte sich die Frage: „Warum nicht zusätzliche Treiber einsetzen, die jeweils einen engeren Frequenzbereich abdecken?“ Mit einem Mitteltöner unterhalb des Hochtöners, sodass der Tieftöner ausschließlich als Basslautsprecher arbeitet, begann die Debatte 2-Wege- vs. 3-Wege-Lautsprecher.
Bieten Mehrwege-Lautsprecher also immer besseren Klang, und welche Vorteile haben noch komplexere Treiberkonfigurationen? Genau das untersucht und erklärt dieser Leitfaden …

Grob gesagt könnte dies beispielsweise dazu führen, dass der Tieftöner in einem 2-Wege-Lautsprecher in die entgegengesetzte Richtung zum Hochtöner arbeitet – der Tieftöner „saugt“, während der Hochtöner „bläst“. Dadurch können sich die Signale beider Treiber gegenseitig auslöschen, was die Geschlossenheit des Klangs und damit die räumliche Abbildung eines Lautsprecherpaares beeinträchtigt. Bei der Entwicklung der Frequenzweiche muss daher sorgfältig auf den Ausgleich dieser Phasenverschiebungen geachtet werden. Und was bei einer einfachen 2-Wege-Frequenzweiche ein Problem sein kann, wird noch komplexer, wenn Mehrwege-Lautsprecherdesigns zusätzliche Stufen in der Frequenzweiche erfordern.